Kategorie: Filmkritiken
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Kritik: „We Live In Time“ – John Crowley

Wir leben in der Zeit. Sie vergeht jede Stunde, Minute oder Sekunde, ob wir wollen oder nicht. Die Zeit, die uns auf dieser Erde gegeben ist, ist kostbar und es gibt so viele Möglichkeiten, sie zu leben. Man muss sich nicht zwischen seinen Lieben oder seiner Leidenschaft entscheiden, wir können in Krankheit und Gesundheit weinen,…
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Kritik: „Queer“

Niemand in Hollywood hat die gleiche disziplinierte Arbeitsmoral wie Luca Guardagnino (außer vielleicht Ayo Edebiri, die ironischerweise in seinem nächsten Film mitspielen wird). Man hat fast das Gefühl, dass der italienische Regisseur, der gefeierte Filme wie „Call Me By Your Name“, „Bones and All“ und zuletzt den großartigen „Challengers“ gedreht hat, mindestens einmal im Monat…
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Kritik: „Blitz“

„Alles, was wir brauchen, ist Liebe“, sagt Regisseur Steve McQueen auf der Pressekonferenz zu seinem Film ‚Blitz‘, dessen DNA, wie die des Briten selbst, in der Geschichte dieses Landes verankert ist. Ein Epos, das ein Ereignis durch die Augen eines gemischtrassigen 9-jährigen Jungen beleuchtet, der von seiner Mutter getrennt wird und allein den Weg nach…
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„Joker: Folie à Deux“: Das ist (nicht) Entertainment

Im Jahr 2019 hatte Warner Brothers immer noch ein breites Lächeln im Gesicht: Während es mit dem DCEU immer weiter bergab ging, weil sie es nicht schafften, den richtigen dunklen Ton für ihre Filme zu finden, kam Hangover-Regisseur Todd Philipps um die Ecke und schuf mit „Joker“ einen Überraschungshit. Der Film brachte dem Studio nicht…
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„The Apprentice“ oder der amerikanische Albtraum

Es gab eine Zeit, lange vor dem „Winter Solider“, als Sebastian Stan einfach nur der Schönling des Network TV war. Er hielt sich im Hintergrund und verschönerte das Gesamtbild, sei es in „Gossip Girl“ oder „Once Upon A Time“, aber seit ein paar Jahren kann man sehen, dass der Schauspieler erkannt hat, wo sein Platz…
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Review: „Whiplash“

Kurz nachdem Damien Chazelle 2013 seinen achtzehnminütigen Kurzfilm mit dem Titel „Whiplash“ veröffentlicht hatte, in dem J.K. Simmons den exzentrischen und manipulativen Musikprofessor Fletcher spielt, der den jungen Andrew Neiman zu Höchstleistungen antreibt, gewann der junge Regisseur in Sundance den „Short Film Jury Prize“, der ihn darin bestärkte, aus dieser Geschichte einen abendfüllenden Film zu…
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#LFF23: „Maestro“ Review

Es ist bisher kein Maestro vom Himmel gefallen. In seinem zweiten Spielfilm kann man Bradley Coopers Ambitionen durchaus anerkennen, und ich respektiere viele der kreativen Entscheidungen dieses unkonventionellen Biopics, aber weder Coopers Nasenprothese noch die Struktur wollen bei mir funktionieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass es eine hohe Abbruchquote auf Netflix geben wird, aber…
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Essay: „Roter Himmel“ und die lichtende Glut

Es ist Nacht und er blickt auf das offene Meer hinaus. Bis jetzt hat er diese Schönheit, dieses Glitzern auf dem Wasser ignoriert – er wollte es nicht einmal wahrnehmen. Aber jetzt, wo die Leere seinen Körper umhüllt und seine Seele einnimmt, wird er plötzlich aufmerksam. Wie ein einziges Feuer, eine Flamme in ihm und…
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#LFF23: „Priscilla“ Review

Eine eindringliche – auf den ersten Blick schöne – Geschichte, die leider dem entspricht, was hinter dem Glanz und Glamour wirklich passiert ist. Sofia Coppola ist die Meisterin darin, zu zeigen, was Frausein bedeutet und ihre Hauptfigur mit Locken im Haar, dunklen Schatten auf den Augen und einem Kleid, das schöner ist als das andere,…
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„Oppenheimer“ Kritik: Wieso dieser Film bei den Oscars einschlagen wird

Am 16. Juli 1945 ging der Menschheit zum ersten Mal ein Licht auf, das die dunkelste aller Seiten der Menschheit zum Vorschein brachte. Die Genialität eines Mannes zauberte einen Feuerball hervor. Ein amerikanischer Prometheus, der einst nur erforschen wollte, was mit den Sternen passiert, wenn sie sterben. Je größer der Himmelskörper, desto größer sein Untergang.…